Meine Wut

Wie fühlt sie sich eigentlich an, ziemlich mächtig und bei mir besonders in der Magengegend.

Die Wut macht mich nur noch mehr wütend, meist will ich sie nicht haben und ich habe Angst anderen, besonders meinem Kind, damit zu schaden. Sie ist so gewaltig und ich kann sie am Ende überall spüren und sie macht mir Angst, komischerweise.

Angst vor dieser Macht und wahrscheinlich ist das ein wenig das Problem, durch die Wut in die Macht und raus aus der Ohnmacht.

Mir wurde. wie vielen unter uns wahrscheinlich, die Wut von Kindesbeinen abgewöhnt. Jeder Wutanfall ist unangenehm für Eltern und Betreuungspersonen, erging mir bei meinem Kind kaum anders oder meinen Betreuungskindern kaum anders. Ich hab auch keine Patentrezept dafür an Board, klar rauslassen und akzeptieren. Im vollem Bus der auch noch langsam dahin kriecht, auf Grund hohem Verkehr, nicht so einfach.

Deswegen kann ich meine Eltern sehr gut verstehen, wenn sie einen für die Wut bestraft haben, meist leider noch mit Klapse oder Schlägen gratis dazu. Zulassen, dass das Kind „bockt“ wäre ja gesellschaftlich viel schlimmer damals gewesen. Dass das Kind selbst ohnmächtig dem Gefühl erlag, das war ihnen wenig bewusst, sondern es war Absicht des Kindes seinen „Willen“ durch zu setzen.

So und heute sitze ich hier jung und in sehr gutem Alter und versuche dem Herr zu werden und es an zu nehmen, ich möchte so gerne entdecken, was darunter ist. Auch wenn die Angst davor auch dort ist. Ich möchte Veränderung, doch was passiert wenn man die Büchse der Pandora öffnet,

Auf jeden Fall, habe ich weniger Bedürfnis zu essen umso mehr ich mich um mein Inneres kümmere. So entdecke ich weiterhin den Zusammenhang. Was mich am meisten momentan wütend macht ist der Glaubenssatz „Es sollte anders sein“ und dass ist es nicht. Daran möchte ich gern allen, auch mir, die Schuld geben und es macht mich so wütend und gleichzeitig ohnmächtig, dass es so ist wie es ist. Dann kommt die Trauer über verpasste Chancen, das Leben nicht geändert, Der Frust auf der gleichen Stellen zu treten und dieses „blöde“ Leben, was ich mir so nicht ausgesucht habe.

Warum? Es fühlt sich einfach oft beschissen an, es ist es nicht, aber gefühlt ist es sogar noch schlimmer.

Am Ende habe ich das Gefühl, ich wurde als Kind so unterdrückt, dass ich heute kaum noch weiß wie ich atmen kann, wie ich überleben kann und weiter machen soll, dann fühle ich diese tiefe Leere und bin im Strudel alles Negativen und genau dem will ich jetzt ins Gesicht gucken und mich nicht weiter verstecken oder essen um etwas anderes zu fühlen.

Es ist mein Strudel, er hat mich lange überleben lassen. Er hat mir im Besten Sinne gedient und mich vor dem Aufgeben bewahrt.

 

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