Meine Angst vor allem und besonders vor dem Zunehmen und Versagen

Ja langer Titel—

Andreas Winter sagt in seinem Buch und auch so Angst macht dick.

Das macht für mich komplett Sinn. Sie ist um mich herum und all gegenwärtig nicht nur in Bezug auf Essen, sondern in Bezug auf Schlüssel verloren?? Portmonee geklaut?? Zu viel gegessen?? Funktioniert das wirklich so?? Ist doch alles falsch?? Sind meine Katzen noch da?? Ist die Wohnung abgebrannt oder wurde eingebrochen?? Überfällt mich nachts der schwarze Mann?? und die höchste geht es meinem Kind gut??

Und das sind nur die größten täglichen Ängste… die Angst vor Höhe oder vor dem Fliegen ist noch nicht mal dabei oder sich zu blamieren. Pupsen zu müssen in einem Raum voller Menschen. Diese Liste könnte wohl ins Unendliche gehen. Also esse ich um das Gefühl nicht zu haben und der Körper speichert es auf Grund meiner Riesen Angst.

Warum ich heute darüber schreibe? Auf einem Spaziergang auf dem Rückweg schloss ich meine Jacke, es ist sehr winterlich draußen und ich hoffte, dass sie viel leichter zuginge als noch vor 2 Wochen und ich war mir wirklich unsicher ob es einen Unterschied gab? Einerseits ja andererseits denke ich, dass ich mir dass einbilde und ich hatte nackte Panik… Was ist wenn es nicht funktioniert nicht, ich wieder zunehme und all das wieder umsonst war. Es war ja nicht mein 1 Versuch. Was ist wenn ich es nie schaffen kann und körperlich auf diesem Level bleibe und weniger leistungsfähig bin. Was ist wenn ich wieder ein Ziel erreiche, es aber alles wieder zurück nehme. Was ist wenn es wieder scheitert. Da ich mich nicht wiege, habe ich weniger Kontrolle und muss mich auf mein Gefühl verlassen, das ist leider immer etwas tricky.

Jetzt bin ich wirklich bereit mich meinen Ängsten zu stellen, nicht nur damit ich Gewicht verliere. Ich möchte mich weiter entwickeln und meinen Tag nicht jeden Tag mit meinen Ängsten begegnen lassen. Das ist schade, wenn ich immer wenn ich nach Hause komme, in Panik meinen Schlüssel suche.

Es schränkt die Lebensqualität sehr ein. Am Wochenende las ich ein Buch worin eine Mutter beschreibt wie sie ihr Kind an einen Entführer verloren hat. Meine schlimmste Angst oder durch Krankheit. Ich habe es gelesen und lag abends durchgewühlt bis auf die Knochen im Bett und fühlte meine Angst intensiv und ließ sie zu, jetzt geht es mir besser. Auch wenn ich meinen Kind alles übers „Nicht mit Fremde mitgehen“ runtergebetet habe, was in ihm dann wieder Angst schnürte. Ich ermunterte ihn aber auch, dann erst recht laut und stark zu sein. Sich was ein fallen zu lassen. Dass er klug ist und sich jederzeit zur Wehr setzen kann und das Angst in dem Moment wenig hilfreich ist, sondern gutes Überlegen und handeln und vor allem Atmen.

Jetzt geht es mir besser und diese Angst ist weniger vorhanden, durchgefühlt darf sie aber trotzdem noch werden.

Ja also wenn Ängste dick machen, ja dann verstehe ich vieles sehr gut.

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